Bakterielle sexuell übertragbare Infektionen.

Authors:
Thomas Meyer
Thomas Meyer
University of North Carolina at Chapel Hill
United States
Viviane Bremer
Viviane Bremer
Robert Koch Institute
Germany
Adriane Skaletz-Rorowski
Adriane Skaletz-Rorowski
University of Münster
Germany
Norbert Brockmeyer
Norbert Brockmeyer
Ruhr-University Bochum

J Dtsch Dermatol Ges 2019 Mar;17(3):287-317

WIR "Walk In Ruhr", Kompetenznetz HIV/AIDS, Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Ruhr-Universität Bochum.

Bakterielle sexuell übertragbare Infektionen (STI) zeigen seit Jahren weltweit eine deutliche Zunahme. In Deutschland wird diese Tatsache durch steigende Meldezahlen für Syphilis bestätigt. Auch für die nicht meldepflichtigen STI Gonorrhoe, Chlamydia-trachomatis- und Mycoplasma-genitalium-Infektionen wird eine zunehmende Inzidenz beobachtet. Entscheidend für die Weiterverbreitung ist, dass das breite klinische Spektrum, welches neben Urogenitalsitus auch Pharynx und Rektum einbezieht, durch eine hohe Zahl asymptomatischer Verläufe ergänzt wird. Neue Real-Time-Multiplex-Diagnostikverfahren ermöglichen einen schnellen und gezielten Nachweis von STI-Erregern. Die häufigste bakterielle STI ist die urogenitale Chlamydieninfektion mit den Serovaren D-K, die besonders bei jungen Erwachsenen auftritt. Einer Chlamydien-Proktitis kann eine Infektion mit L-Serovaren und damit eine Lymphogranuloma-venereum (LGV)-Infektion zugrunde liegen. Neisseria (N.) gonorrhoeae zeigte in den letzten Jahren eine starke Resistenzentwicklung mit Ausbildung von Einzel- und Multiresistenzen gegenüber bisher gängigen Antibiotika. Daher ist für N. gonorrhoeae zusätzlich zum nucleic acid amplification test (NAAT) eine kulturelle Empfindlichkeitstestung durchzuführen. Auch für Mycoplasma genitalium sind Resistenzentwicklungen bekannt, die eine Therapie erschweren können.

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http://dx.doi.org/10.1111/ddg.13804_gDOI Listing
March 2019
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References

(Supplied by CrossRef)

Robert Koch‐Institut et al.
2017
Syphilis in Deutschland im Jahr 2015. Weiterer verstärkter Anstieg von Syphilis‐Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben
Robert‐Koch‐Institut (RKI) et al.
Epid Bull Nr
Active syphilis in HIV infection: a multicentre retrospective survey. The German AIDS Study Group (GASG)
Schöfer H et al.
Genitourin Med 1996

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